Badge Kirche 150

Johannes-Täufer-Kirche

Mitten im Ort.

Auf Hügel stehend, umgeben von Kirchhof mit Kirchhofmauer und Rathaus.
Ihr mächtiger fest und tief gegründeter Turm spricht von der Hoffnung des Glaubens.
Seine vier Glocken rufen zu Gottesdienst und Gebet.

Seit über 500 Jahren bestimmt die ehrwürdige gotische Kirche das Magstadter Ortsbild. Hier treffen sich Menschen zu Gottesdiensten, Taufen, Hochzeiten und Konzerten.
Ob sie bereits im Jahr 1511 auf den Namen von „Johannes dem Täufer“ als Schutzpatron geweiht wurde oder wahrscheinlich doch auf Maria, der Mutter Jesu, lässt sich nicht mehr eindeutig klären. Jedenfalls heißt sie seit einigen hundert Jahren „Johannes-Täufer-Kirche“.
Der hohe Kirchenraum mit seinen gotischen Maßwerkfenstern beeindruckt ehrwürdig.
Auf die Orgel im Chor fällt der Blick und den drei darüberliegenden Chorfenstern von 1960 mit den Motiven Karfreitag im linken Fenster, Ostern und Pfingsten im rechten, und der Darstellung des auferstandenen und erhöhten Christus im mittleren mit den 12 Toren des himmlischen Jerusalems darüber. Auf der Nordseite im Chor findet sich dazu noch das Glasfenster von 1932, das den 10.9.1944 überstanden hat, das die Weihnachtsgeschichte zeigt.
Die Skulptur des gekreuzigten Christus fällt ins Auge, die von der des auferstandenen auf dem Schalldeckel der Steinkanzel ergänzt wird. Der steinerne Taufstein von 1511 stellt die sieben Sakramente der katholischen Kirche dar und einen Engel, der das Wappen des Herzogtums Württemberg hält. Das Netzrippengewölbe im Chor zeigt auf sechs Schlusssteinen über der Orgel einen Engel der das württembergische Wappen hält, dann Maria mit dem Jesuskind, dann die Heiligen drei Könige und schließlich über dem heutigen Altar Johannes den Täufer.

Historie

  • Kleinere romanische Vorgängerkirche „St. Georg“
  • Heutige Kirche erbaut von 1490-1511
  • 1534 Württemberg wird evangelisch und damit auch Magstadt
  • 1623 Aufstellen von Kirchenbänken im Kirchenschiff
  • 1687 Erste Orgel
  • 1739 Neue Orgel auf einer Empore im Chor
  • 1706 Neue Glocken, heute davon die kleinste noch vorhanden, die „Taufglocke“, auch „Heimatglocke“ genannt
  • 1765 Einbau einer Empore im Kirchenschiff
  • 1848 Neue Orgel mit 22 Register
  • 1926 Entfernung der Orgelempore, Orgel ebenerdig im Chor
  • 1932 Einbau einer neuen (der heutigen) Empore im Kirchenschiff
  • 1944 Kirche übersteht Bombenabwürfe vom 10.9.1944. Nur Scheiben gehen zu Bruch und Dach wird beschädigt
  • 1948-54 Außen- und Dachrenovierung der Kirche, 3 neue Stahlgussglocken im Jahr 1951
  • 1960/61 Innenrenovierung mit drei neuen Buntglasmotivfenstern im Chor, neuer Orgel unter Verwendung eines Teils der vorigen Holzpfeiffen, neuem Altar aus Stein und Elektrobankheizung
  • 2006/2007 Sicherung von Rissen im Chorbogen und Chorgewölbe
  • 2009 Sanierung des Chordaches
  • 2010-2011 Innenrenovierung mit Erneuerung des Fußbodens im Schiff, neuer Warmluftheizung, neuer Beleuchtung, Elektrik und Lautsprecheranlage, Eltern-Kindraum und Freifläche für Kirchencafé im Eingangsbereich.
    Gesamtkosten Renovierung 2009-2011: 560.000€