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ChorraumDer im halben Sechseck endende Chorraum ist traditionell reicher ausgestattet als das Kirchenschiff. Dabei sticht vor allem das Netzgewölbe hervor. Auch die Chorfenster tragen zum Schmuck bei. Manche Elemente zeugen noch von der kurzen katholischen Anfangszeit der Kirche, wie die Sediliennische rechts hinten im Chorraum, die als Sitzplatz für Liturgen und Ministranten diente. TympanonGleich am Beginn der linken Chorraumwand ist ein Tympanon eingelassen. Das romanische Bogenfeld stammt ungefähr aus dem Jahr 1000 n. Chr. und gibt Forschern immer noch Rätsel auf. Ähnliche Gestaltungen finden sich z.B. am Westportal der Weinsberger Stadtkirche oder an der Schwärzloch-Kapelle in Tübingen. Die symbolische Ornamentik wird von einigen Auslegern gar als eine Art Kalender gedeutet, der möglicherweise das Weihedatum der romanischen Vorgängerkirche darstellt.
Heiliger KastenDer Heilige Kasten war die Kirchenkasse. Darin wurden Opfergelder, Rechnungsbücher, Pachtgutverzeichnisse und Abendmahlsgeräte verwahrt. Die Truhe ist aus Tannenholz gearbeitet und mit Eisenbändern und handgeschmiedeten Nägeln beschlagen. Sieben Kirchenälteste hatten je einen der sieben verschiedenen Schlüssel, so dass nur alle sieben gemeinsam den Heiligen Kasten öffnen konnten. TabernakelEin weiterer Überrest der katholischen Anfänge ist das einfache Wandtabernakel links in der Chorraumwand. Lange Zeit war die Vertiefung einfach offen, bis bei der Renovierung Anfang der 60er Jahre der Schmied Otto Vögele eine Gittertür dafür schuf. |
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